11.11.2019

Spielabbruch überschattet den Spieltag

 

Nun hat es auch die Zweite erwischt. Nach zwei vorzeitigen Spielenden der Ersten (falsche Doppelaufstellung bei Eintracht Frankfurt) und der Vierten (medizinischer Notfall gegen SKG Walldorf) in der jüngeren Vergangenheit endete nun auch eine Partie der 2. Mannschaft vorzeitig. Erstmals in 2019/20 überstehen die aktiven Teams der Sportfreunde einen Spieltag ohne Niederlage.

 

Bezirksklasse

Wenn das mal keine geschlossene Mannschaftsleistung im besten Sinne war. In ungewohntem Ambiente, einige Stuhlreihen ließen einen Zuschauerandrang erwarten, allerdings wurde die Partie zwischen 2 Badminton-Regionalligabegegnungen terminiert, holte jeder der 6 eingesetzten Akteure bei der TuS Schwanheim 1 sowohl einen Einzel- als auch einen Doppelpunkt zum 9:6-Erfolg, der die Erste, bei einem Punktverhältnis von 8:2, zurück auf Platz 2 brachte. Die Doppelpaarungen hießen T.Amstadt/Javier,

Rudari/Engel und Paduck/McBriar. Am ehesten an einem weiteren Einzelpunkt kratzte Amstadt, der im Duell der beiden Einser im finalen Durchgang 9:4 führte, im Anschluss schien dann aber der Stecker gezogen. Sein unorthodox-effektiv agierender Gegner gab keinen Ballwechsel mehr ab und zog den Kopf noch aus der Schlinge.

 

Eine besondere Performance legte einmal mehr das Brett 3 der Gastgeber hin. Unmittelbar vor Spielbeginn brachte er sich mit

einer warmen Dusche auf Betriebstemperatur, um dann am Tisch sofort heiß zu laufen. Seine emotionale Grundhaltung und sein phasenweise überbordendes Selbstbewusstsein beeindrucken etliche Gegner, seine Aktivitäten in der Box (intensives Ausnutzen der Handtuchpausen, ständiges Kommentieren des Handlungsablaufs und gelegentliche Urschreie) sorgen aber auch für

Irritationen. Der Erfolg gab ihm am vergangenen Samstag Recht, er konnte, wie 2 weitere Schwanheimer, zweifach punkten. Bemerkenswert auch die Aussage von McBriars zweitem Einzelgegner, der unmittelbar nach Beendigung der Partie seinem Gegner zu verstehen gab ‚ich hätte gegen Dich nie verlieren dürfen‘. Ein erstaunliches Fazit bei einem Ergebnis von 2:11, 4:11, 8:11, zumal er auch das erste Kräftemessen vor einigen Jahren deutlich in 3 Sätzen verlor. Da aller guten Dinge bekanntlich 3 sind, lud McBriar schon einmal zum Rückspiel ein, darauf wollte der Schwanheimer dann doch nicht direkt eingehen (‚ich bin doch nur Ersatz‘).

 

Die Erste empfing bereits am Montag dieser Woche den gut gestarteten, ebenfalls erst einmal geschlagenen, Aufsteiger TSV Trebur 1 und versuchte, Rang 2 zu festigen.

 

Kreisliga

Wie zuletzt schon in Gernsheim schrammte die 2. Mannschaft am vergangenen Donnerstag knapp am 2. Saisonsieg vorbei. Waren es im Süden des Kreises noch die Gastgeber, die im Schlussdoppel gerade eben noch die Niederlage abwendeten, verhinderten dieses Mal besondere Umstände ein weiteres Erfolgserlebnis der Zweiten. Im Vorfeld war ein Kräftemessen auf Augenhöhe zu erwarten, dann brach allerdings den Akteuren um Skipper Paduck das komplette 1.Paarkreuz weg. Unter diesen Vorzeichen ging der noch sieglose Gegner aus Königstädten, der ‚lediglich‘ sein Brett 6 zu ersetzen hatte, als eindeutiger Favorit in die Begegnung. Nach den Doppeln lag die Alemannia dann jedoch überraschend mit 0:3 zurück, drehte die Partie zum Ende des 1. Einzeldurchgangs

zum 5:4, das Pendel schien zu Gunsten der Gäste auszuschlagen. Paduck und Schäfer erkämpften die Führung zurück, anschließend lag Klarmann gegen Masur 8:9 im Entscheidungsdurchgang zurück, am Nachbartisch hatte Jung Nicin bei einer 2:1-Satzführung und 7:3 im Vierten bereits am Haken. Dann fiel unvermittelt eine der beiden Lichtreihen aus, es stand nur noch die so genannte Trainingsbeleuchtung zur Verfügung. Die Gäste weigerten sich, die Begegnung fortzusetzen, um 23.15 Uhr setzten beide Mannschaftsführer ihre Signatur unter den unvollständigen Spielberichtsbogen. Der Abbruch hatte noch eine weitere Facette zu bieten. Im Anschluss einer von Animositäten geprägten Auseinandersetzung war von einer unangebrachten Geste und verbalen Missgriffen die Rede. Ein Akteur der Alemannia erklärte, dass man unter diesen Umständen in Bezug auf die eingeschränkte Beleuchtung der Zweiten nicht entgegen kommen werde. Alles weitere musste der Klassenleiter klären, von einer 9:0-Wertung für eines der beiden Teams bis zu einer Neusetzung kam einiges in Frage, ein Fortsetzen der Partie beim Stand von 6:5 wohl eher nicht. In erster Linie kommt es auf die Lichtzufuhr an, bei Welt- und Olympischen Titelwettbewerben muss die Beleuchtungsstärke, gemessen in Höhe der Spielfläche, über der gesamten Spielfläche mindestens 1000 Lux und im restlichen Spielraum (der Box) mindestens 500 Lux betragen. Bei anderen Veranstaltungen reichen mindestens 600 bzw. 400 Lux aus. Ein Messgerät hatte natürlich keiner der Beteiligten zur Hand. Bereits 3 Tage später konnte man sich auf einen sportlichen Kompromiss verständigen, die Partei wird wiederholt, evtl. am 2.12.. Auch wenn die 50%ige Lichtstärke ausgereicht hätte, kann während einer Partie nicht von Voll- auf Halbbeleuchtung zurück gegangen werden, der Gast hätte die Partie zu Ende spielen und erst dann Protest einlegen müssen.

 

1.Kreisklasse

‚Das habt Ihr Euch verdient‘– Gästeakteur Alex Kunz brachte es nach Spielende auf den Punkt. Gemeint war, dass die sich die 3. Mannschaft dank einer engagierten Leistung gegen ein Spitzenteam ihrer Staffel im fünften Spiel den ersten Punkt der Saison nicht nur erkämpfte sondern auch erspielte. Beim Stand von 7:5 schnupperte man gar am 1. Sieg, schließlich musste das Schlussdoppel R.Amstadt/Schaubach, das auch schon zu Beginn der Begegnung erfolgreich war, nach 1:2-Satzrückstand die 8:7-Führung der Alemannen aus Königstädten ausgleichen. Die weiteren Zähler holten Schnur/Mohr, McBriar (2), Amstadt, Schnur und Mohr. Ihren jüngsten Aufwärtstrend bestätigen möchte die Zweite am morgigen Freitag in Bauschheim, auch der aktuelle Siebte weist eine negative Punktebilanz auf.

 

3. Kreisklasse

Unspektakulär verlief die Begegnung der 4.Vertretung bei SKG Walldorf 4. Wie erwartet hatte man keine Probleme, einen ungefährdeten 8:2-Erfolg einzufahren. Neben dem Doppel Pascali/J.Osterod punkteten Psacali (3), Osterod und Astheimer (je 2), der als einziger bislang alle 5 Spiele absolvierte. Damit konnte die Vierte ihr Punktekonto ausgleichen und erwartet als Fünfter heute Abend den Achten von Disbu Rüsselsheim 2.

 

tmb


04.11.2019

2. Mannschaft hält Pokalfahne noch hoch

 

Pokal

Die 3. Vertretung hatte sich im Vorfeld ihrer Pokal-Achtelfinalbegegnung leise über ein vermeintliches Glückslos gefreut, es ging an heimischen Tischen gegen das punktlose Schlusslicht ihrer Staffel. Allerdings weist auch die Dritte 0 Punkte aus 4 Meisterschaftspartien auf, man musste zudem auf Schnur und Schaubach, die beide als Pokalnummer 3 in Frage gekommen wären, verzichten. Die Gäste von Eintracht Rüsselsheim 3 wiederum konnten ihre Bestbesetzung aufbieten und traten dann auch nicht wieein Tabellenletzter auf.Die Partie startete allerdings positiv für die Mannen um Skipper Matthias Mohr, sowohl Robert Amstadt als auch McBriar konnten den 1. Satz in den Duellen 2 gegen 1 und 1 gegen 2 für sich entscheiden. Während Amstadt der Spielstärke seinesGegners im weiteren Verlauf immer mehr Tribut zollen musste und 1:3 unterlag, gelang es McBriar, seine verheerende Bilanz gegen Göttert (4 Spiele, 4 Niederlagen, jeweils 2:3, nach Auslassen mehrere Matchbälle) mit einem 3:0-Sieg etwas aufzubessern.

 

In der Folge hatte das Doppel Amstadt/McBriar deutlich mit 0:3 das Nachsehen und McBriar setzte sich auch gegen Kallus, nach 0:2-Satzrückstand und Abwehr zweier Matchbälle in Satz 4, durch. Zur tragischen Figur wurde, trotz über weite Strecken ansprechender Leistungen, Mohr, der zunächst gegen Leister knapp mit 2:3 unterlag, gegen Göttert im finalen Durchgang bereits 5:0 führte, nach einer Auszeit mehr und mehr an Boden verlor und schließlich den Kürzeren zog. Das abschließende Einzel Amstadt gegen Leister kam daher nicht mehr zur Austragung, der Gast zog durch einen 4:2-Erfolg ins Viertelfinale ein.

 

Damit sind 3 von 4 aktiven Teams in der jeweils ersten Runde ausgeschieden, die Auslosung des Viertelfinals der 2. Vertretung steht noch aus. In der Kreisliga nehmen nur 7 von 10 Mannschaften an diesem Wettbewerb teil.

 

Vorschau

Ab heute sind die aktiven Mannschaften der SFB bis Sonntag jeden Tag im Einsatz. Um 20.30 Uhr empfängt die Zweite mit Alemannia Königstädten 5 einen schlechter platzierten Widersacher und hatte eigentlich auf den 2. Heimsieg der noch jungenSaison gehofft. Da jedoch das 1. Paarkreuz mit Suk und Röthel höchstwahrscheinlich nicht zur Verfügung steht, kann es nun nur noch um ein achtbares Ergebnis gehen, alles ist naturgemäß immer abhängig von der Aufstellung des Gegners. Die Vierte sollte morgen bei SKG Walldorf 4 ihren 2. Saisonsieg einfahren können, das Schlusslicht unterlag bislang viermal 0:10. Die Erste gibt ihre Visitenkarte in Schwanheim ab und liebäugelt, auch ohne Herrmann, mit dem 4. Erfolg im 5. Spiel. Den Abschluss bildet die 3. Mannschaft, die im Heimspiel gegen Alemannia Königstädten 6 einmal mehr als Außenseiter ins Rennen geht.

 

tmb


28.10.2019

1. Mannschaft bleibt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze

 

Bezirksklasse

Nimmt man die Leistung vom Montag vergangener Woche zum Maßstab, müsste die 1. Mannschaft in dieser Saison, für den einen oder anderen unerwartet, ein ernsthafter Anwärter auf Rang 2 der Bezirksklasse, Gruppe 5, sein - Platz 1 sollte dem Topfavoriten aus Ginsheim wohl nicht streitig gemacht werden können. Vielleicht sogar der heißeste neben dem überraschend starken Aufsteiger ET Rüsselsheim 2, denn der jüngste Gegner aus Bauschheim dürfte ebenfalls noch zum Kandidatenkreis zählen, auch wenn das Ausnahmeteam aus der Frühphase der vergangenen Spielzeit mit 2:4 Zählern in die Runde 19/20 startete, allerdings auch schon auf Spitzenreiter Ginsheim traf. Die übrigen 6 Teams sollten, legt man die ersten Eindrücke zu Grunde, unter normalen Umständen durchaus auf Distanz gehalten werden können.

Bei der Ersten fiel nicht ins Gewicht, dass Eric Herrmann passen musste, sein Ersatzmann Keun Woong Suk hielt sich sowohl im Doppel mit Amstadt als auch im Einzel schadlos, Markus Engel, der ins mittlere Paarkreuz aufrückte, gestaltete seine beiden Einzel siegreich. Die Partie begann für die Mannen um Neu-Skipper David Daniel Javier Guerrero verheißungsvoll, man ging mit 2:0 in Führung, die Partie drohte aber im weiteren Verlauf zu kippen, nachdem die Gäste zum 2:3 konterten. Eine Vorentscheidung fiel dann bereits im hinteren Paarkreuz, Belghanou, der auch sein Doppel mit Javier siegreich gestaltete, drehte einen 0:2-Satzrückstand, Suk profitierte von dem geschickten Einsatz eines time-outs, seine Fälle schienen bei einem 0:3 in Satz 5, nach zuvor deutlich verlorenem Durchgang 4, davon zu schwimmen. Für die weiteren Einzelpunkte beim 9:4 sorgten Amstadt, Rudari und Javier, der mit einem glatten 3:0-Sieg gegen den früheren Verbandsliga-Akteur Diaz Somoza, der zuvor Amstadt knapp bezwungen hatte, für das Highlight des Abends sorgte.

Mit nunmehr 6:2 Zählern bleibt die Erste oben dran und gastiert am 9.11. – der Punktspielbetrieb ruht in dieser Woche - in Schwanheim, die TuS ist nach dem Verlust ihres Spitzenspielers auf Sicht eher in der unteren Tabellenhälfte zu verorten.

 

Kreisliga

Nach einem zufriedenstellenden Saisonstart mit 3:3 Punkten aus 2 Auswärtspartien gegen Mitaufsteiger und einem Heimspiel gegen einen Bezirksklassenabsteiger traf die 2. Mannschaft an eigenen Platten erneut auf einen Widersacher, der in der letzten Saison noch mit der eigenen Ersten eine Liga höher die Klingen kreuzte. Der ehemalige Bundesligist hat sich zwischenzeitlich wieder stabilisiert, ist aktuell vor allem in den beiden vorderen Paarkreuzen überdurchschnittlich stark besetzt. Auch das sonstige Brett 5 erfüllt höchste Kreisliga-Ansprüche, fiel allerdings, genauso wie Suk auf SFB-Seite, aus. Die Gastgeber gingen mit einem 2:1 aus den Doppeln, der TTC konterte durch 4 mehr oder weniger glatte Siege zum 2:5. Den Anschluss stellten Jung und McBriar wieder her, wobei sie ihren Widersachern insgesamt nur 13 bzw. 14 Punkte überließen. Nach Röthels 4-Satz-Niederlage gegen Schulmeyer verloren Paduck und Schäfer vorentscheidend, trotz jeweiliger 2:1-Satzführung, zum 4:8. Im Anschluss zeigte Klarmann zwar über weite Strecken eine gute Leistung, gab aber den Punkt zum finalen 4:9 ab. Die Gäste übernahmen durch ihren 3.Saisonsieg mit 7:1 Zählern kurzzeitig die Tabellenspitze, sehen sich aber nicht als Aufstiegskandidaten. Ein SFB-Aktiver rief dagegen schon nach Runde 4 den Abstiegskampf aus, in der erneut extrem ausgeglichenen Klasse kommt es auf jeden Zähler an. Nachzutragen ist noch das Husarenstück von Ralf Paduck im letzten Auswärtsspiel gegen Gernsheim. Im 2. Einzeldurchgang wehrte er gegen Leugner senior im Entscheidungssatz sage und schreibe 8 Matchbälle erfolgreich ab. Das könnte einen Vereinsrekord bedeuten, allerdings ist dies natürlich nicht mehr bis in die Anfangszeiten der Abteilung zurück zu verfolgen.

 

 

1.Kreisklasse

Beim verlustpunktfreien Tabellenführer Rot-Weiß Walldorf 2 hatte die 3. Mannschaft als noch punktloses Schlusslicht naturgemäß keine Chance. Das war zumindest die Perspektive im Vorfeld, allerdings lieferte man sich dann mit dem Spitzenreiter ein Duell fast auf Augenhöhe. Mit Schaubach, der knapp 2 Stunden vor Spielbeginn absagen musste – Brühls Ausfall stand schon länger fest – wäre vielleicht sogar ein Achtungserfolg in Form eines Remis möglich gewesen. Die Zähler bei der 5:9-Niederlage holten McBriar/R.Amstadt, McBriar, Schnur, Mohr und Pascali. Damit konnte man sogar die rote Laterne an Eintracht Rüsselsheim 3 weiterreichen, die Opelstädter, im Übrigen Pokalachtelfinalgegner, verloren ihre zeitgleich ausgetragene Partie mit 1:9 und rutschten dadurch, aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses, ab. Mitnehmen konnte die Zweite zumindest das Gefühl, doch nicht per se in dieser Spielzeit permanent chancenlos zu sein und die Gewissheit, eines der letzten Teams gewesen zu sein, das im legendären Waldenser Hof aufgetreten ist. Die Walldorfer Kultstätte steht nur noch bis Jahresende zur Verfügung, ihr droht der Abriss. Das ist zum Teil nachvollziehbar, so waren z.B. die Duschen, die sich zuletzt dadurch auszeichneten, dass man kaum nass wurde, wenn man sich direkt darunter aufbaute, aufgrund eines Legionellenbefalls letzte Woche schon nicht mehr nutzbar.

 

Kleine Randanekdote: einer der Beteiligten hatte eben dort im Januar 1989 ein von der DKP organisiertes Konzert einer Musikcombo verfolgt, die, wie im Zuge des Mauerfalljubiläums dieser Tage zu vernehmen war, den einzigen Welthit einer DDR-Band produziert hatte.

 

3. Kreisklasse

Wie Erste, Zweite und Dritte hatte es auch die 4. Vertretung mit einem Spitzenteam ihrer Staffel zu tun. Bei Alemannia Königstädten 8 fiel die Niederlage nicht ganz unerwartet hoch aus, beim deutlichen 1:9 sorgte Giuseppe Pascali für den Ehrenpunkt.

 

tmb